Freitag, 23. August 2019
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Das Baukindergeld auf einen Blick

Erst seit letztem Jahr ist das Baukindergeld in Deutschland eine staatliche Förderungsmaßnahme für Familien. Doch was ist das überhaupt und wie kann es beantragt werden?  

 

Das Baukindergeld ist eine Maßnahme der Förderung und für Familien vorgesehen, die entweder eine Immobilie kaufen oder eben erwerben wollen. Der Antrag kann auch rückwirkend bis zum 01.01.2018 bei der KfW gestellt werden. Dabei erhalten die Familien jährlich 1200 Euro pro Kind für einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren. Die Anforderung ist dabei recht simpel. Das zu versteuernde Einkommen der Familie darf nicht über 75.000 € liegen. Pro Kind gibt es einen Freibetrag von 15.000 €. 

 

Die Rechnung ist also denkbar einfach: Als Familie mit einem Kind darf Ihr Einkommen bei maximal 90.000€ liegen. Sie erhalten dann insgesamt 12.000€ Zuschuss, über 10 Jahre verteilt. Diese Zahlen werden sehr genau geprüft. Nicht nur das Gehalt wird gezählt, sondern auch Urlaubsgeld, das 13. Gehalt oder Eltern- und Arbeitslosengeld. Die Anträge sollten so früh wie möglich gestellt werden, denn sobald das Budget für ein Jahr aufgebraucht wird, legt der Staat nicht nach. 

 

Aber nochmal zurück zu den Voraussetzungen: 

  • Die Baugenehmigung muss zwischen dem 1.1.2018 und dem 31.12.2020 liegen 
  • Es muss die erste Immobilie sein 
  • Die Familie muss mindestens ein Kind haben 
  • Die Kinder dürfen nicht volljährig sein, müssen im gleichen Haushalt leben und es muss Kindergeldanspruch bestehen 

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Erfüllen Sie all diese Punkte, sollten Sie unbedingt einen Antrag ausfüllen. Ganz ohne zusätzliche Unterlagen ist das jedoch nicht möglich. Sie benötigen dafür die Steuerbescheide der vergangenen zwei Jahre, einen Nachweis über den Bezug von Kindergeld, eine Meldebestätigung aller Familienmitglieder für die neue Adresse und eine Erklärung zum Ersterwerb der selbst genutzten Immobilie. 

 

Haben Sie all diese Kriterien erfüllt und alle Unterlagen beisammen, können Sie den Antrag bei der KfW einreichen. Das Baukindergeld hat keine unmittelbaren negativen Auswirkungen oder Nachteile, sollte aber dennoch gut überlegt sein – immerhin läuft die Förderung nach zehn Jahren aus und ggf. ist eine Neufinanzierung notwendig, die unter Umständen vielleicht teurer ausfällt. Trotz der verlockenden Förderung will es also wohlüberlegt sein, ob Sie sie nutzen, um Eigentum zu erwerben oder zu bauen. Immerhin müssen Sie nach diesen zehn Jahren trotzdem weiter abbezahlen und wenn Ihnen dazu das Geld fehlt, führt das nur zu größeren Problemen. Es lohnt sich also, vorab alles genau durchzurechnen und zu überlegen, was für Sie machbar ist und was nicht. 

 

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