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Energie sparen in Haus und Garten

Deutsche Haushalte müssen für Energie immer tiefer in die Tasche greifen: Allein die Strompreise sind in den letzten zehn Jahren um ein Drittel gestiegen. Die „zweite Miete“ aus Strom- und Gaskosten lässt sich aber mit geringem Aufwand senken. Die Tarifexperten von Verivox geben Tipps, die den Geldbeutel entlasten.

Jede verschwendete Kilowattstunde kostet Geld

2,46 Euro! So viel kostet eine dauerhaft verschwendete Kilowattstunde Strom pro Jahr. Was im ersten Moment günstig klingt, kann sich schnell summieren. Denn Elektrogeräte im Standby-Betrieb gehören zu den größten Stromfallen. So vergeudet eine vierköpfige Familie durchschnittlich rund 480 Kilowattstunden oder 130 Euro jährlich. Die heimlichen Stromfresser verstecken sich vor allem in der Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik – etwa in Computern, Druckern, Fernsehern und der Stereoanlage. Hier hilft nur Stecker ziehen oder abschaltbare Leisten nutzen.

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LEDs benötigen 80 Prozent weniger Strom als Glühbirnen

Auch bei der Beleuchtung lässt sich sparen. Denn noch immer brennen in über der Hälfte der deutschen Haushalte Glühbirnen. Wer bei der Beleuchtung auf LEDs setzt, kann die Kosten in diesem Bereich um 80 Prozent senken. Auch in Sachen Haltbarkeit können LEDs punkten. Während eine Glühbirne durchschnittlich rund 1.000 Stunden leuchtet, schaffen LEDs bis zu 40.000 Stunden. Licht im Garten gibt es dank Solarmodulen zum Nulltarif. Diese laden sich tagsüber mit Sonnenenergie auf und verbrauchen so keinen extra Strom. Auch Bewegungsmelder und Wasserpumpen sind solarbetrieben erhältlich.

Ressourcenschonend gärtnern

Zum Energie sparenden Gärtnern gehört jedoch nicht nur die Anschaffung sparsamer Geräte, etwa der genannten Solarleuchten oder sparsamer Rasenmäher. Auch der Wasserverbrauch ist eine wesentliche Komponente, sowohl für die Natur als auch für den Geldbeutel. Das beginnt bereits bei der Auswahl der Pflanzen, denn viele heimische Sorten brauchen deutlich weniger Gießwasser als importierte und sind so anspruchsloser in der Pflege. Wichtig beim Wassereinsatz ist auch die Tageszeit: Am frühen Morgen nehmen die Pflanzen das Wasser am besten auf. Das gilt insbesondere für das Rasensprengen in längeren Trockenheitsperioden: Wird tagsüber gesprengt, erreicht nicht einmal ein Drittel des Wassers die Gräserwurzeln – der Rest verdunstet. Empfehlenswert ist außerdem das Sammeln von Regenwasser in passenden Tonnen, um den Trinkwasserverbrauch für die Gartenarbeit einzuschränken.

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Waschtemperatur eine Stufe runterregeln

Die Waschmaschine macht rund 10 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs aus. Hier kann sparen, wer die Waschtemperatur jeweils eine Stufe runterregelt. Dank moderner Waschmittel wird Buntwäsche mit 30 statt 40 Grad sauber, Weißwäsche mit 60 statt 90 Grad. Das schont Geldbeutel, Umwelt und Kleidung. Und noch ein Tipp: Die Waschmaschine direkt an die Warmwasserleitung anschließen. Auch das spart Strom – den Strom, der aufgewendet wird, um das Wasser auf Temperatur zu heizen. Kommt das warme Wasser aus einem Elektro-Durchlauferhitzer, dann ist diese Maßnahme allerdings ungeeignet.

Heizkosten senken mit programmierbaren Thermostaten

Mit 70 Prozent trägt die Heizung den Löwenanteil am privaten Energieverbrauch. Gut zu wissen: Jedes Grad weniger senkt die Heizkosten um etwa 6 Prozent. Doch auch wer nicht die Temperatur senken will, kann bei den Heizkosten sparen. So kann die Raumtemperatur durch programmierbare Thermostate auf den individuellen Bedarf angepasst werden. Einmal eingestellt, ist es zum Beispiel morgens und abends mollig warm, während nachts und tagsüber die Heizleistung automatisch runterfährt. Optimal eingestellte Thermostate verringern die Heizkostenabrechnung um rund 10 Prozent.
Heizenergie wird nicht nur von der Raumluft, sondern auch von den Außenwänden aufgenommen. Da die Wände in Heizkörpernischen oftmals dünner sind als im restlichen Zimmer, lohnt sich das Anbringen einer Reflektorfolie aus Aluminium. Hinter den Heizkörpern befestigt, reflektiert sie die Wärme in den Raum und verhindert so, dass zu viel Energie einfach durch die Wand entweicht.

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Wärmeverluste durch Fenster gering halten

Wenn es um Wärmeverlust geht, sind Fenster besonders kritisch. Selbst gut isolierte Fenster leiten noch doppelt so viel Wärme nach außen wie eine herkömmliche Wand. Vorhänge und Jalousien können diesen Wärmeverlust mindern. Sind diese mit einem Abstand von zirka zehn Zentimetern zum Fenster angebracht, entsteht ein Luftpolster, das wie eine Dämmung wirkt. Zusätzlich können Fenster und Türen mit selbstklebenden Schaumstoffstreifen oder Zugluftstoppern abgedichtet werden.
Je niedriger die Raumtemperatur, desto häufiger muss gelüftet werden. Fenster auf Dauerkipp kühlen jedoch Wände und Räume aus, die Heizkosten steigen. Stattdessen sollten Verbraucher mehrfach am Tag Stoßlüften und dabei für Durchzug sorgen. Auch das spart rund 7 Prozent der Heizkosten ein.

In Kooperation mit Verivox.

 

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