Was ist bei Ökostrom zu beachten?

Wer in Deutschland Strom verbraucht und bezahlt, unterstützt damit auch ganz automatisch den Ausbau der erneuerbaren Energien zu einem gewissen Grad. Denn es ist politisch geplant, dass bis zum Jahr 2025 fast die Hälfte des in Deutschland verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien kommen soll. Aktuell macht Ökostrom ungefähr ein Drittel des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland aus, berichten die Tarifexperten von Verivox.
Ganz unabhängig vom Stromanbieter bezahlen private Verbraucher in Deutschland für diese Umstellung des Energiesystems mit. Die sogenannte EEG-Umlage wird pro verbrauchter Kilowattstunde (kWh) fällig und liegt im Jahr 2018 bei 6,79 Cent. Im bundesdeutschen Durchschnitt kostet eine Kilowattstunde aktuell rund 28 Cent. Die EEG-Umlage macht also schon allein ein Viertel des gesamten Strompreises aus.

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Ökostrom beziehen jenseits des
Erneuerbaren-Energien-Gesetzes

Um die Unterstützung von staatlich gefördertem Ökostrom kommen private Verbraucher also gar nicht herum. Wer noch mehr tun möchte, kann sich für einen Ökostrom-Tarif entscheiden, bei dem der gesamte Stromverbrauch aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt wird. Hier gibt es eine ganze Reihe von verschiedenen Anbietern und noch mehr Tarife, zwischen denen man wählen kann. Worauf sollten Verbraucher bei der Auswahl achten?

Den passenden Ökostrom-Anbieter finden

Wer Strom aus erneuerbaren Energien vertreibt, muss diesen beim sogenannten Herkunftsnachweisregister anmelden. Damit wird sichergestellt, dass der gleiche Ökostrom nicht mehrmals verkauft wird. Das ist der gesetzliche Rahmen, an den sich alle Stromanbieter halten müssen. Doch welcher Ökostrom-Anbieter ist wirklich gut und tut etwas für die Umwelt? Einen guten Hinweis bietet die Frage, ob es sich um einen reinen Ökostrom-Anbieter handelt, der ausschließlich grünen Strom vertreibt, oder um einen Stromversorger, der Elektrizität aus allen möglichen Quellen bezieht, aber über entsprechende Herkunftsnachweise für seinen grünen Strom verfügt. Reine Ökostromanbieter achten häufig mehr auf die Nachhaltigkeit ihrer Stromlieferungen.

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Verschiedene Gütesiegel kennen und einschätzen

Es gibt eine Reihe von Ökostromanbietern, die keinerlei Prüf- oder Gütesiegel für ihre Ökostrom-Angebote aufweisen. Das heißt nicht automatisch, dass es sich um schlechte Angebote handelt, aber für Außenstehende fällt die Einschätzung dann schwerer. Viele Ökostromanbieter haben Prüfsiegel des TÜV, mit denen die Herkunft des Ökostroms zertifiziert wurde. Als die strengsten Gütesiegel gelten ok-power und das Grüner Strom Label. Hier wird nicht nur die Herkunft des Ökostroms sichergestellt, sondern auch eine Reihe von Anforderungen erhoben. Beispielsweise müssen die ausgezeichneten Anbieter auch etwas für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien tun.

Den richtigen Ökostrom-Tarif wählen

Da es auf dem Strommarkt viel Wettbewerb gibt, muss ein guter Ökostrom-Tarif nicht unbedingt teurer sein als der herkömmliche Tarif des örtlichen Versorgers. Im Gegenteil: Wer sich noch nie um einen günstigeren Stromtarif gekümmert hat, kann durch den Ökostrom-Wechsel die jährlichen Stromkosten oft sogar deutlich senken. Den schnellsten Überblick erhält man mit einem Ökostrom-Preisvergleich, wie er etwa von Verivox angeboten wird. Dort werden die Angebote nach dem Preis sortiert übersichtlich dargestellt.
Der Wechsel selbst ist denkbar einfach: Der neue Ökostrom-Anbieter übernimmt die Kündigung beim bisherigen Versorger. An den Leitungen und Zählern müssen keine technischen Änderungen vorgenommen werden. Nach dem Wechsel kommt die jährliche Rechnung einfach von einem anderen Unternehmen. Ein Ökostrom-Tarif ändert also am Alltag nichts, entlastet aber den Geldbeutel – und die Umwelt.

In Kooperation mit Verivox

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