Garten Aussaatkalender: Wann pflanze ich was? Wann ist es fertig?

Egal, ob Sie sich Gartenarbeit zum Hobby gemacht haben oder regionale Produkte genießen wollen, ein Aussaatkalender kann Ihnen bei Ihren Plänen helfen. Er ist eine hervorragende Hilfe bei der Planung und dem Pflanzen von Gartenfrüchten und -kräutern. Er bietet eine Reihe von Vorteilen, die es erleichtern, die richtige Zeit für das Pflanzen zu finden. So können Sie im Laufe des Jahres von Ihrer vorherigen Gartenarbeit profitieren und leckeres Obst und Gemüse essen. Hier sind einige der Vorteile, die ein Garten Aussaatkalender mit sich bringt:

Vorteile

Ein Aussaatkalender hilft Ihnen, die richtige Zeit für das Pflanzen zu finden. Durch die Verwendung eines solchen Kalenders können Sie sicher sein, dass Sie keine Zeit verlieren und Ihre Früchte und Kräuter pflanzen, wenn sie am besten gedeihen.

Ein Garten-Aussaatkalender hilft Ihnen auch, sich an die optimale Reihenfolge der Pflanzung zu erinnern. Viele Leute haben Probleme damit, sich an die Reihenfolge zu erinnern, in der sie ihre Pflanzen pflanzen müssen. Mit einem Aussaatkalender haben Sie dieses Problem nicht mehr!

Ein weiterer großer Vorteil eines Aussaatkalenders ist, dass er Ihnen hilft, Ihren Garten effizienter zu nutzen. Viele Leute pflanzen ihre Früchte und Kräuter in gleichen Abständen nebeneinander an. Durch die Verwendung eines Kalenders können Sie jedoch sichergehen, ihr Gemüse in der richtigen Reihenfolge anzulegen. So vermeiden Sie es zum Beispiel, dass Sie Ihren Salat neben Ihrem Kopfsalat pflanzen oder Ihren Rotkohl neben dem Weißkohl.

Ideale Pflanzzeiten

Es gibt verschiedene Arten von Pflanzen und jede Art hat ihre eigene ideale Pflanzzeit. Einige Pflanzen können ganzjährig gepflanzt werden, während andere nur zu bestimmten Zeiten im Jahr gedeihen. Bei den Pflanzzeiten können Sie sich entweder nach den Monaten des Jahres richten oder den Jahreszeiten. Wobei bei den Jahreszeiten nicht nur zwischen Frühling, Sommern, Herbst und Winter unterschieden wird, sondern zwischen zehn verschiedenen Phasen des Jahres: dem sogenannten Phänologischen Kalender.

 

Phänologischer Kalender

Diese Art mit Pflanzen zu arbeiten basiert auf Naturbeobachtungen. Hierzu gehören sowohl Blütebeginn und Laubfall als auch das Verhalten von Tieren. Auf diesen Beobachtungen basieren beispielsweise auch Bauernregeln wie: „Im Januar nur wenig Schnee tut Saaten, Wiesen und Bäumen weh!“ oder „Je eher im April der Schlehdorn blüht, desto früher der Gärtner zur Ernte zieht!“. Ganz genau lassen sich den zehn Jahreszeiten des Kalenders nicht die Monate zuordnen. Denn beim phänologischen Kalender kommt es darauf an welche Beobachtungen zuvor in der Natur gemacht werden konnten. Wenn Sie an diesem Prinzip Ihre Saat und Bepflanzung ausrichten wollen achten Sie auf Folgendes:

Zeit Beginn mit Blüte von Aussaat von
Auspflanzen von
Ernte von Ende mit Blüte von
Vorfrühling (ca. Ende Feb. – Ende Mrz.) Hasel, Schneeglöckchen Aubergine, Lauch, Paprika, Tomate (im Haus)
am Ende: Kresse, Puffbohnen, Radieschen, Spinat (Freiland)
Gehölze, Obstbäume, Sträucher Feldsalat, Pastinaken, Spinat Ackersenf, Krokus, Salweide
Erstfrühling (ca. Apr.) Bärensträucher, Forsythie Blumenkohl, Bohnen, Brokkoli, Melone, Sommerblumen , Zucchini, Zuckermais (im Haus) 
Erbsen, Gemüsezwiebeln, Karotten, Kresse, Pflücksalat, Radieschen (Freiland)
Anemonen, frostfeste Kräuter, Rosen, Salbei Feldsalat, Spinat, Wildkräuter Ahorn, Birnenbaum, Löwenzahn, Schlehe, Süßkirsche
Vollfrühling (ca. Mai) Apfelbaum, Flieder, Rosskastanie Gurke, Kürbis (im Haus) 
Bohnen, Karotten, Kartoffeln, Mangold, Salate, Sommerblumen (Freiland)
Kohlpflanzen, Zwiebel- & Knollenblumen am Ende: Fenchel, Lauch, Sellerie Kohlrabi, Radieschen, Schnittsalat, Spinat Gras, Wiesenfuchsschwanz
Frühsommer (ca. Jun.) Klatschmohn, Pfingstrosen, Schwarzer Holunder Bohnen, Chicorée, Endivien, Kohl, Kohlrabi, Mangold, Möhren, Radicchio Gurken, Kürbis, Melonen, Paprika, Zucchini Erbsen, Erdbeeren, Knoblauch, Kohlrabi, Puffbohnen, Radieschen, Rhabarber, Spargel, Zwiebeln Kartoffelblüte, Liguster
Hochsommer (ca. Ende Jun. – Anf. Aug.) Kartoffel, Lavendel, Lindenblüte Chinakohl, Feldsalat, Petersilie, Stockrosen, Winterrettich Erdbeeren, im Frühsommer ausgesäte Blumen & Gemüse Bohnen, Erdbeeren, Frühkartoffeln, Johannisbeeren, Kirschen, Knoblauch, Kohlrabi, Kräuter, Radieschen, Salat reifes Korn
Spätsommer (ca. Anf. Aug. – Ende Aug.) frühe Obstsorten, Heideblüte Gemüsepflanzen, Gründünger, Zweijährige Blumen Endivien, Erdbeeren Auberginen, Bohnen, Frühapfel, Gurken, Kartoffeln, Kohlrabi, Möhren, Tomaten, Weißkohl, Wirsing, Zucchini
Frühherbst (ca. Ende Aug. – Ende Sep.) Keine Blüten mehr aber fertige: Brombeeren, Hagebutten, Haselnüsse, Holunderbeeren Gemüse, Gründünger, Salate Bäume, Gehölze, Knoblauch, Stauden, Steckrosen Aubergine, Birnen, Bohnen, Gurken, Kohlrabi, Mangold, Möhren, Pflaumen, Tomaten, Trauben, Zucchini
Vollherbst (ca. Ende Sep. – Mitte Okt.) Laub von wildem Wein färbt sich;
keine Blüten mehr aber fertige: Quitte, Rosskastanie, Walnuss
Bärlauch, Kerbelrübe, Waldmeister Bäume, Gehölze, Knoblauch, Stauden siehe Spätherbst
Spätherbst (ca. Mitte Okt. – Anf. Nov.) Laubfall
Feldsalat, Spinat (Gewächshaus) 
Bärlauch, Kerbelrübe, Waldmeister (Freiland)
Bäume, Blumenzwiebeln, Gehölze, Rosen, Stauden Äpfel, Chinakohl, Feldsalat, Grünkohl, Kaki, Pak Choi, Pastinake, Porree, Rosenkohl, Rotkohl, Walnüsse, Weißkohl

Ihnen fällt sicher auf, dass in der Tabelle nur neun statt zehn Jahreszeiten zu finden sind. Es fehlt der Winter. Das liegt daran, dass zu dieser Zeit nichts ausgepflanzt und geerntet werden kann. Der Winter geht von ca. Anfang November bis Ende Februar.

Um Ihnen die Arbeit zu erleichtern, schaffen Sie sich am besten früh genug Utensilien und alles, was Sie für den Garten brauchen, an.

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