How to: Von der Mietwohnung ins Eigenheim

Sie haben sich endlich den Traum erfüllt und sind nun stolze Eigenheimbesitzer oder Besitzer einer Eigentumswohnung? Glückwunsch! Nach der langen Suche und etlichen Terminen dürfen Sie es nun endlich Ihr Eigen nennen. Sicher können Sie es kaum erwarten, Ihre eigenen vier Wände zu beziehen und die bedeutungsvolle erste Nacht dort zu verbringen. Doch egal, ob Sie von Ihrer Mietwohnung in ein bestehendes Haus einziehen oder Ihr Haus von Grund auf selbst bauen: In der Regel sind Häuser nicht sofort bezugsfertig. Böden werden erneuert oder verlegt, Wände gestrichen, Heizungen und allerlei Anderes installiert. Sie werden also in den seltensten Fällen gleich den ganzen Komfort genießen. Wann ist also der richtige Zeitpunkt, um- und einzuziehen? Diesen können Sie mit ein paar Tipps für sich selbst bestimmen.

Der ideale Zeitpunkt ist individuell

Wann ist der ideale Zeitpunkt, um Ihre Mietwohnung zu verlassen und in Ihr neues Eigenheim umzuziehen? Sie ahnen schon: Es kommt darauf an. Um diese Frage für sich selbst beantworten zu können, müssen Sie Ihre eigenen Prioritäten setzen. Denn die Antwort ist so individuell wie eine Inneneinrichtung. Leider sieht das Diagramm wie folgt aus: Je günstiger es sein soll, auf umso mehr Komfort müssen Sie verzichten. Je mehr Abstriche Sie bereit sind zu machen, desto mehr Zeit und Kosten können Sie sparen. Irgendwo zwischen der günstigsten und der komfortabelsten Lösung liegt der perfekte Zeitpunkt für Sie, um den Umzug zu wagen und endlich Ihr neues Zuhause zu beziehen.

Kosten gegen Komfort abwägen

Die günstigste Variante ist, Ihre Mietwohnung so früh wie möglich zu kündigen und natürlich auch zu verlassen. Die teuerste ist es im Umkehrschluss, die Mietwohnung bis zuletzt zu behalten. Dann ziehen Sie erst ins gemachte Nest, wenn dieses bis auf das letzte Tischset eingerichtet ist. Wenn die letzte Duftkerze und die letzte Trockenblume in der Vase arrangiert sind, dann ist Ihr Auftritt im neuen Heim. Beachten Sie jedoch, dass die Kündigungsfrist für Ihre alte Wohnung meist mehrere Monate beträgt. In diesen Monaten müssen Sie auf jeden Fall die Miete und Nebenkosten bezahlen und in seltenen Fällen sogar einen Nachmieter finden. Je früher Sie in Ihr Eigenheim umziehen, desto früher sparen Sie also diese Kosten ein. Unterschätzen Sie nicht die Doppelbelastung durch Miete und Raten für den Immobilienkredit.

Das gesparte Geld können Sie wiederum in Renovierungsarbeiten in der neuen Bleibe stecken. Dadurch können Sie diese vielleicht sogar etwas beschleunigen. Oder Sie kaufen neue Möbel und Einrichtungsgegenstände. Sobald Ihr Eigenheim provisorisch bewohnbar ist, können Sie sich dann mit Sack und Pack auf machen, um die erste Nacht im neuen Haus zu verbringen. Erst dann ist der Umzug schließlich offiziell! Vielleicht haben Sie da zwar noch keine Küche, aber spülen Ihr Geschirr auch freiwillig in der Badewanne. Oder Sie putzen Ihre Zähne in der Küche, bis Ihr Bad fertig installiert ist. Matratzen liegen sowohl im Schlafzimmer als auch im Wohn- und Arbeitszimmer gut. Es ist schließlich alles nur vorübergehend.

Das Eigenheim erst bewohnen, wenn es bewohnbar ist

Alles in allem sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Eigenheim auch wirklich schon bewohnbar ist, wenn Sie einziehen. Muten Sie sich nicht zu viel zu. Nächtigen Sie auf keinen Fall im Rohbau ohne Fenster und Türen, womöglich noch im tiefsten Winter. Ein Wasser- und Stromanschluss sollten vorhanden sein, damit Sie weitgehend normal leben können. Auch wenn Ihr Zuhause noch eine Baustelle ist, sollten Hygiene und Verpflegung jederzeit sichergestellt sein. Warmes Wasser und eine funktionierende Heizung sind weitere Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, bevor Sie umziehen können. Sie brauchen außerdem Lampen und natürlich Licht. Dafür können Sie auch vorläufige Lampen installieren, die Sie günstig online finden.

Achten Sie auch darauf, dass Telefon- und Internetanschlüsse vorhanden sind, wenn Sie diese brauchen. Bestehende Verträge müssen rechtzeitig umgezogen oder neue aktiviert werden. Dasselbe gilt für Versicherungen sowie Ihre Ummeldung im Bürgeramt. Teilen Sie allen wichtigen Einrichtungen, von denen Sie regelmäßig Post erhalten, Ihre Adresse mit. Nur so kann Post von Arbeitgeber, Finanzamt, Bank oder Krankenkasse auch bei Ihnen ankommen. Optional können Sie sich um einen Nachsendeauftrag bemühen, aber bitte rechtzeitig. Mit etwas Voraussicht und guter Planung wird Ihr Umzug von der Mietwohnung ins Eigenheim sicherlich klappen. Wann Sie umziehen, ist Ihnen also völlig selbst überlassen. Wenn Sie einige Voraussetzungen beachten, können Sie für sich selbst abwägen, wie viele Kosten Sie tragen können und auf wie viel Komfort Sie verzichten möchten. Dann ergibt sich automatisch der perfekte Zeitpunkt für Sie, um umzuziehen. Genießen Sie die Zeit als neuer Hausbesitzer und ohne Mietzahlungen. Aber bedenken Sie: Ihr Umzug soll Ihnen Kompromisse abverlangen, aber keine Askese.  

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