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Nachhaltig Gärtnern: So gelingt das Kompostieren

Ein Must-have für jeden Hobbygärtners: ein selbstgemacher Kompost im heimischen Garten. Neben einer umweltfreundlichen Müllentsorgung sowie wertvollen Dünger bringt der Kompost noch viele weitere Vorteile. Worauf es beim Anlegen sowie bei der Befüllung ankommt, erklären wir Ihnen hier.

Was ist überhaupt Kompostieren? Wenn organische Materialien unter dem Einfluss von Sauerstoff, Wärme und Wasser abgebaut und zersetzt werden, spricht man vom Kompostieren bzw. der Rotte. Dadurch werden wertvolle Mineralstoffe sowie Kohlenstoffdioxid im Kompost freigesetzt, die als nährstoffreichen Dünger beim Gärtnern verwendet werden können.

Vorteile des Kompostierens

Der Vorgang der Pflanzenrotte ist kein neues Verfahren. Im Gegenteil: der Prozess findet seit Millionen von Jahren in der Natur statt. Beim Kompostieren machen Sie sich den natürlichen Vorgang zunutze und praktizieren diesen bewusst im Garten. Dabei bringt das Kleingärtner-Hobby einige Vorteile mit sich: an erster Stelle steht das nachhaltige Entsorgen von Bio-Müllabfällen sowie Gartenabfällen. So sparen Sie sich nicht nur den Bio-Müllsäcke, sondern reduzieren ebenfalls Ihre Schadstoffemissionen. Denn die Bioabfälle müssen nicht zur Kompostanlage gebracht werden, sondern verrotten wenige Meter neben Ihnen umweltfreundlich im Garten. Durch die Kompostierung Ihrer Küchenabfälle erhalten Sie sechs Monate nach dem Beginn des Rotteprozesses wertvollen Humus. Die nährstoffreiche Erde eignet sich ideal als Dünger, da so Boden, Blumen und Pflanzen durch den Kompost vitalisiert werden. 

 

Die richtige Platzwahl

Für das ideale Kompostieren eignet sich am besten ein Standort im Halbschatten. Platzieren Sie Ihren Kompostplatz beispielsweise unter einem hohen Strauch oder Baum, sodass dieser halbwegs sonnengeschützt ist. Denn zu viel Sonne würde den Kompost austrocknen lassen oder Fäulnis erzeugen. Zudem sollte der Komposthaufen nicht neben einer Wand stehen, damit stetig ausreichend frische Luft an den Haufen gelangen kann. Vermeiden Sie ebenfalls, dass der Kompost auf einem Betonboden aufliegt. Denn außer genügend Frischluft und wenig Sonne sind Bodelebewesen, wie Regenwürmer, wichtig für das ideale Kompostieren. Diese gelangen nur in den Komposthaufen, wenn Kontakt zum Gartenboden besteht. 

 

Kompost anlegen

  1. Nachdem Sie den richtigen Standort für Ihren Kompost ausgewählt haben, entfernen Sie den Boden an dieser Stelle von Blättern, Laub oder Ähnlichem. Zudem lockern Sie die Fläche mithilfe eines Rechens auf. Nutzen Sie bei Ihrem nächsten Einkauf einen toom-Gutschein und sichern Sie sich Rabatte auf Gartenzubehör.
  2. Die unterste Kompost-Schicht ist ca. 30cm hoch und besteht aus Gartenabfällen, wie Stroh, Ästen oder Heckenabschnitten. Im Anschluss erstellen Sie einen Mix aus feuchten, nährstoffreichen Küchenabfällen und trockenen Gartenabfällen und geben diesen in Schichten auf den Komposthaufen.
  3. Während dem Vorgang belegen Sie den Haufen schichtweise mit Erde, wodurch sich Mikroorganismen im Kompost verteilen. Achtung! Im Sommer müssen Sie regelmäßig überprüfen, ob Ihr Kompost auch mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt ist.
  4. Hat Ihr Komposthaufen mind. 1 Meter erreicht wird dieser abgedeckt. Verwenden Sie hierfür trockene Gartenabfälle, wie beispielsweise Laub, Äste oder Ähnliches.
  5. Nach ein paar Wochen ist es Zeit, Ihren Kompost umzusetzen. Hierbei durchmischen Sie den Kompostinhalt, sodass dieser mit neuem Sauerstoff belüftet werden kann.
  6. Die erste nährstoffreiche Humuserde erhalten Sie nach etwa sechs Monaten, welche Sie für Hochbeete oder Sonstiges als Dünger verwenden können. Davor erhalten Sie sogenannten Frischkompost, welcher lediglich das Bodenleben sowie die Bodenfruchtbarkeit fördert.

 

Was kommt nicht auf den Kompost? Diese Dinge sollen Sie meiden

Durch das Kompostieren Ihrer Küchen- und Gartenabfälle erhalten Sie natürlichen Dünger für Ihr Gartenprojekte. Dennoch kann nicht alles auf den Kompost, was im Haushalt an Müll anfällt. Ohne Bedenken können Sie pflanzliche Essensreste, wie Obst- und Gemüsereste inklusive Schale sowie Eierschalen, Brot und Kaffee- und Teesatz auf den Kompost legen. Zudem sind jegliche Gartenabfälle, wie Äste und Blumen erlaubt. Vermeiden Sie chemische Substanzen, wie Katzenstreu oder gespritzte Obstabfälle. Jegliche tierische Produkte, wie Käse oder Leder haben auf dem Komposthaufen ebenfalls nichts zu suchen. Da Unkraut und unerwünschte Samen nicht im Kompost abgetötet werden, sollten diese ebenfalls lieber im Restmüll oder Biomüll entsorgt werden.

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