Altbausanierung - wie gehen Sie am besten vor?

Die Sanierung eines Altbaus macht Sinn, um bestehende Mängel zu beseitigen und den Energiebedarf zu reduzieren. Damit erhöhen Sie nicht nur die Gemütlichkeit für Ihre Mieter oder sich selbst, sondern auch den Wert Ihrer Immobilie. Sie erzielen also höhere Mieteinnahmen durch bessere Energiewerte. Und wenn Sie Ihr Haus als Altersvorsorge selbst nutzen wollen, können Sie die niedrigeren Heizkosten in der Zukunft auch als eine Art Rentenerhöhung betrachten.

Doch wie genau gehen Sie am besten bei der Sanierung vor? Es macht Sinn, auf die richtige Reihenfolge bei der Sanierung zu achten. Auf diese Weise verhindern Sie, dass einige Arbeiten doppelt gemacht werden müssen oder bereits fertige Räume unnötig durch spätere Arbeiten beschmutzt werden.

1. Ursachen bestehender Mängel beseitigen

Am besten kümmern Sie sich zunächst um die Ursachen bestehender Mängel. Wenn also beispielsweise Schäden am Gebäude durch Feuchtigkeit verursacht wurden oder zumindest absehbar sind, so macht es Sinn, zunächst die Ursache zu beheben. So vermeiden Sie, dass gerade renovierte oder sanierte Bereiche gleich wieder Schaden durch einziehende Feuchtigkeit nehmen.

 

2. Wärmeisolation

Als nächstes sollten Sie sich um die Wärmeisolation der Überdachung kümmern. Warme Luft geht naturgemäß immer nach oben, weshalb dort bei unzureichender Dämmung der größte Wärmeverlust stattfindet. Im nächsten Schritt sollten Sie sich um die Außenwände kümmern. Eine gute Dämmung der Fassade sorgt nochmals für deutlich weniger Energieverbrauch und spart so Unmengen an Heizkosten ein. Nutzen Sie einen Obi-Gutschein, um auf Baumaterial und Werkzeug zu sparen.

 

3. Neue Fenster

Doch nicht nur die Bedachung und die Fassade strahlen oft unnötig viel Wärme nach außen. Auch die Fenster sollten bei Bedarf ausgetauscht werden. Durch Doppelverglasungen und gute Dichtungen kann nochmal enorm viel Wärmeverlust vermieden werden.

4. Neue Heizanlage

Auch eine neue Heizanlage bedeutet für Sie zwar erstmal einen größeren Griff ins Portemonnaie, rentiert sich aber mittel- bis langfristig allemal. Durch programmierbare Haupt- und Nebenzeiten, "wissen" die neuen Anlagen genau, wann Sie verstärkt arbeiten sollen und wann Energie gespart werden darf.

Zudem können die entstandenen Kosten für die energetische Sanierung teilweise durch Fördermittel wie der Bundesförderung für effiziente Gebäude gespart werden. Außerdem können Sie günstige Kredite (Programme 261 und 262) und bis zu 75.000€ Zuschüsse (Programm 461) durch Förderprogramme der KfW erhalten.

5. Innenputz & Fußboden

Sind die Arbeiten für die Energieeffizienz erledigt, ist der größte Teil der Sanierung beendet und es kann der Innenputz erneuert und neu gemalt werden. Damit der Boden bei den Malerarbeiten keine Farbe abbekommt, empfiehlt es sich, diesen erst im Anschluss zu bearbeiten.

Halten Sie diese Reihenfolge ein, kommt es weder zu nutzlosen Doppelarbeiten noch zu ebenfalls verzichtbaren Verschmutzungen bereits fertig sanierter Räumlichkeiten.

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