Altbausanierung zum Passivhaus

Passivhäuser sind eine großartige Möglichkeit, den Energieverbrauch in Wohnräumen zu reduzieren. Gleichzeitig senken Sie auch Ihre Energiekosten auf ein Minimum. Das Prinzip ist so simpel wie genial: Durch eine optimale Rundum-Isolierung bleibt die Wärme im Haus und Sie heizen effizienter. Ihr Haus ist konstant wohnlich-warm und Sie verschwenden keine Heizenergie mehr, indem Sie warme Luft durch Wände, Fenster und Dach ins Freie entweichen lassen. Und die Energie, die Sie zum Heizen nutzen, kommt vor allem aus sogenannten passiven Wärmequellen. Das sind vor allem die Sonneneinstrahlung und die Körperwärme von Personen, die sich im Haus aufhalten. Durch eine gute Wärmedämmung bleibt diese Wärme im Haus und die Heizkörper können meistens aus bleiben. Besonders Altbauten eignen sich hervorragend für einen Umbau zum Passivhaus. Interessant ist das für Eigentümer und Kaufinteressenten, aber auch für Planer. Darum kann sich ein Umbau lohnen.

Was ist ein Passivhaus?

Ein Passivhaus ist insofern passiv, als dass der überwiegende Teil des Wärmebedarfs durch passive Quellen wie Sonneneinstrahlung und Abwärme von Personen und technischen Geräten gedeckt wird. Durch eine optimale Wärmedämmung bleibt die Wärme immer im Haus. Laut den Zertifizierungskriterien des Passivhausinstituts Darmstadt darf es einen Heizwärmebedarf von 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter in einem Jahr nicht übersteigen. Das entspricht gerade einmal dem Energiegehalt von 1,5 Litern Heizöl. Die maximal zulässige Heizlast beträgt 10 W/m² - und gilt für alle Tage im Jahr, auch bei schlechten Witterungsverhältnissen wie in der Winterzeit. Außerdem sind einige Grenzwerte beim Primärenergiebedarf, der Luftdichtheit und der Wirkungsgrade der installierten Geräte zu beachten.

Passivhäuser sparen Energie

In Passivhäusern ist der Energieverbrauch besonders niedrig – und dadurch auch die Energiekosten. Allein durch eine neue Dämmung steigern Sie den Nutzwert des Hauses und senken die Heizkosten schon um 30 Prozent. Das schont Ihren Geldbeutel und natürlich auch das Klima. Dabei ist die Bauweise kein modernes Energiespar-Konzept, das nur beim Bau neuer Häuser realisiert werden kann. Im Gegenteil! Vor allem Altbauten eignen sich hervorragend für einen Umbau. Vorausgesetzt, eine Sanierung lohnt sich allgemein noch. Zum einen haben Altbau-Häuser einen viel höheren Energieverbrauch als neue Immobilien. Ein durchschnittlicher Altbau verursacht jedes Jahr mehr als 10 Tonnen CO₂-Emissionen und liegt damit wiederum zehnfach über dem klimaverträglichen Limit. Zum anderen sind Altbauten die perfekten Kandidaten, um den Passivhaus-Status zu erreichen, weil Sie irgendwann sowieso Reparaturen, Sanierungen und Modernisierungen durchführen. Dabei sollten Sie Umbaumaßnahmen für mehr Energieeffizienz einfach miteinplanen.

Umbau zum Passivhaus

Ob Sie das Haus selbst bewohnen, durch die Sanierung den Wert steigern oder einfach einen Beitrag zum Klimaschutz tragen möchten – ein Umbau zum Passivhaus kann sich für alle lohnen. Und da gerade Altbauten sowieso irgendwann saniert werden müssen, liegt es nahe, diese Maßnahmen gleich in die Sanierung miteinzubeziehen. Das spart Aufwand, Zeit und Kosten. Wer eine Fassade erneuert, kann dabei eine Wärmedämmung nämlich fast umsonst dazu erhalten, da ein erheblicher Anteil sowieso bei dem erneuten Einsatz von Handwerkern, Aufbau eines Gerüstes und anderen Fixkosten läge. Die nachträgliche Isolation bietet sich also gleich mit an und kann auch von Handwerkern erledigt werden. Oder aber Sie dämmen Wände und Dach selbst und sparen nochmal bis zu 30 Prozent an Kosten. Diese Ersparnis können Sie auch in ökologisches Dämmmaterial investieren, das noch nachhaltiger ist. Baustoffe zur Dämmung erhalten Sie in den meisten Baumärkten.

Wenn Sie Ihr Wohnhaus rundum dämmen, brauchen Sie neben einer neuen Fassade meistens auch neue Fenster und ein neues Dach oder zumindest eine neue Isolierung. Das Ergebnis wird Sie begeistern. Allein wenn Dach und Fassade in neuem Glanz erstrahlen, wird Ihr von der Zeit gezeichnetes Eigenheim wieder zu einem echten Schmuckstück. Sie steigern nicht nur den Wert Ihrer Wohnqualität, sondern tatsächlich auch den Wert der Immobilie. Kosten für die Sanierung können Sie also durchaus wieder reinholen.

Grenzen beim Umbau

Mit den ausreichenden Mitteln und einer guten Planung machen Sie einen Altbau zum Passivhaus. Die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt. Aber eben nur fast. Im Grunde können Sie denkmalgeschützte Fassaden dämmen und dadurch auf Passivhaus-Standard bringen. Immerhin können Sie Wände auch von innen effektiv dämmen und so den Energieverbrauch sogar noch weiter senken als der eines KfW-Effizienzhauses 100. Nun muss man allerdings auch anmerken, dass nicht alle Altbauten noch saniert werden können. Irgendwann sind Veränderungen vor allem an Böden und Fassaden nicht mehr möglich oder schlicht zu aufwändig und teuer, um hier noch von wirtschaftlich sinnvollem Umbau sprechen zu können. Eine vollständige Sanierung zum Passivhaus wird immer dann zu aufwändig sein, wenn eine Sanierung sich per se schon nicht mehr lohnt. Dann können Sie nur erwägen, durch einzelne Passivhaus-Komponenten die Energieeffizienz zu verbessern.

Förderung für den Umbau zum Passivhaus

Die attraktivste Förderung für das Dämmen und Sanieren von Altbauten sind die günstigen Kredite der KfW-Bank. Diese bekommen Sie allerdings nur, wenn Sie die Wirksamkeit der energetischen Sanierungsmaßnahmen auch belegen können. Ein unabhängiger Experte muss den Erfolg Ihrer Maßnahmen prüfen und bestätigen. Gerade wenn Sie nur teilweise Passivhaus-Sanierungen umsetzen, reichen die Erfolge eventuell nicht aus, um eine Förderung zu legitimieren. Sie tun dabei aber trotzdem immer etwas Gutes für Ihre Heizkosten, die Energieeffizienz Ihres Altbaus und natürlich das Klima.

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