So finden Sie den richtigen Handwerker

Kennen Sie das? Die Spüle tropft unaufhörlich und treibt Sie damit in den Wahnsinn. Kaum haben Sie die Pfütze unter dem Spülbecken aufgewischt, bildet sich schon wieder eine neue. Oder das Wasser in der Dusche läuft erst langsam und irgendwann schließlich gar nicht mehr ab. Vielleicht sitzen Sie auch einfach gemütlich auf dem Sofa, sehen fern, und völlig aus dem Nichts gehen plötzlich alle Lichter und Elektrogeräte aus. So ein Pech! Nun ist ein Handwerker gefragt. Und wie finden Sie den richtigen? Gerade wenn es schnell gehen muss und der Einsatz kein Vermögen kosten soll, lohnt es sich, die folgenden Tipps zu beherzigen. Wie Sie bei Defekten in Ihrem Zuhause den richtigen Handwerker finden.

Wann sollten Sie einen Handwerker rufen?

Wer ein wenig handwerkliches Geschick besitzt, hat Glück. Einige Defekte, die im Haushalt jederzeit passieren, können Sie zum Glück selbst beheben. Eine Dichtung könnten Sie leicht im Baumarkt oder Fachhandel beschaffen und austauschen. Springt eine Sicherung heraus, können Sie auch diese theoretisch selbst wieder einstecken. Wenn Sie der Ursache aber nicht auf den Grund gehen, riskieren Sie dabei womöglich einen noch größeren Schaden. Denn gerade bei elektrischen und sanitären Problemen sind Sie mit fachmännischer Hilfe besser beraten. Alle Formen von Sanitär- und Rohrinstallationen sowie Arbeiten an der Heizung übernehmen Handwerker sicher und verlässlich für Sie. Denn nur bei einem Fachmann haben Sie einen Garantieanspruch!

Gerade wenn Sie also größere Renovierungsarbeiten vorhaben, müssen Sie einen Handwerker zu Rate ziehen. Sie sollten zum Beispiel keine Wände einreißen, ohne vorher die Statik von einem Experten beurteilen zu lassen. Dasselbe gilt für Elektro- und generell Renovierungsarbeiten, die Ihre persönlichen Fähigkeiten einfach übersteigen. Im Falle eines Falles müssen Sie mit horrenden Kosten und natürlich Gefahren rechnen, die Sie ohne Garantie ganz allein tragen. Seien Sie also ehrlich zu sich selbst und überschätzen Sie sich nicht. Verlegen Sie keine Fliesen oder Böden, wenn Sie sich das eigentlich gar nicht zutrauen. Auch an Tapeten und Wandfarbe, die professionell angebracht wurden, werden Sie viel mehr und viel länger Freude haben. An das Ergebnis kommen Sie nicht annähernd heran, wenn Sie nicht selbst Handwerker sind.

Wie finden Sie den richtigen Handwerker?

Der Entschluss ist also gefasst: Sie rufen einen Handwerker. Aber wen? Natürlich sind Handwerker aus allen Fachgebieten rar, vor allem besonders gute. Zudem lauern hohe Kosten, etwa bei langen Anfahrtswegen oder Einsätzen außerhalb der üblichen Geschäftszeiten, wenn Sie einfach die nächstbeste freie Person anheuern. Außerdem warten Sie dann natürlich auch sehr lang. Suchen Sie daher den richtigen Handwerker und minimieren Sie dadurch die Wartezeit und die Gesamtkosten für dessen Einsatz. Dann werden Sie mit der Handwerksarbeit auch rundum zufrieden sein. Mit diesen fünf Tipps gelingt es Ihnen.

1. Angebote einholen

Nehmen Sie sich Zeit für die Recherche. Holen Sie mehrere Angebote ein, mindestens drei. Online finden Sie viele Empfehlungen und Verzeichnisse über Handwerker in Ihrer Region. In den Angeboten lassen Sie sich möglichst genau den geschätzten Zeit- und Kostenaufwand auflisten. So bekommen Sie schon einmal ein gutes Gespür dafür, was Sie berappen müssen. Sie sehen auch, wer wahrscheinlich mehr als nötig abrechnen wird. Zwar ist oft von einem Kostenvoranschlag die Rede, doch Sie sollten explizit um ein Angebot bitten. Nur dieses ist für den Handwerker bindend – die Rechnung darf am Ende nicht höher sein als das Angebot. Auf einen Kostenvoranschlag darf er hingegen bis zu 25 Prozent aufschlagen. Achten Sie auch darauf, Handwerksbetriebe aus der Nähe zu wählen, idealerweise aus derselben Stadt oder demselben Stadtteil. Je näher, desto schneller sollte er bei Ihnen sein. Der Auftrag sollte am Ende auch günstiger sein, weil zumindest keine langen Anfahrtswege fällig sind.

2. Empfehlungen und Bewertungen folgen

Hören Sie sich im Familien- und Freundeskreis um. Vielleicht hat jemand schon einmal dasselbe oder ein ähnliches Problem wie Sie gehabt. Lassen Sie sich die Kontaktdaten oder den Namen des Betriebes geben, der ihnen geholfen hat. Sie profitieren dadurch von den Erfahrungen anderer. Doch auch wenn Bekannte negative Erfahrungen gemacht haben, ist das hilfreich für Sie. Lassen Sie die Finger von Handwerkern, die Anfahrtspauschalen und Stundensätze berechnen, die weder nachvollziehbar noch angemessen sind. Auch ein schlechter Ruf etwa wegen nicht oder schlecht ausgeführter Reparaturen sollte Sie abschrecken. Ebenso übermäßig großer Aufwand, wo er nicht erforderlich war. Sie zahlen am Ende für etwas, das nicht hätte gemacht werden sollen. Achten Sie alternativ auf verifizierte Online-Bewertungen. Ein weiteres Indiz für gute Handwerksbetriebe sind oft auch volle Auftragsbücher und dementsprechend volle Kalender. Selbst wenn Ihr Anliegen dringend ist: Hinterfragen Sie besser, wieso ein Handwerker sofort verfügbar ist. Hat er sonst etwa keine anderen Aufträge.

3. Vorher mit dem Handwerker sprechen

Bevor der Handwerker an der ersten Schraube dreht, sollten Sie den Auftrag durchsprechen. Welche Arbeiten stehen an, welche Probleme könnten lauern? Zwar haben Sie bereits ein bindendes Angebot vorliegen. Doch schwer zugängliche Bereiche, unvorhergesehene Problematiken oder nicht schnell zu beschaffende Ersatzteile können die Kosten oder Wartezeiten doch noch explodieren lassen. Manchmal sieht ein Handwerker überraschenden, zusätzlichen Aufwand, wenn er vor Ort das Problem inspiziert hat. Verstärkung oder zusätzliches Werkzeug kann einen zweiten Besuch erfordern. Vermeiden Sie es also, am Ende doch noch von hohen Kosten überrascht zu werden. Lassen Sie sich vorher alles so transparent und genau wie möglich erklären. Handwerker mit Erfahrung können die Arbeit nach einem Blick darauf meist gut einschätzen.

4. Die Arbeiten nach Ausführung abnehmen

Es ist nicht nur Ihr Recht, sondern sogar Ihre Pflicht, die Arbeiten richtig abzunehmen. Ist der Auftrag ausgeführt, sollten Sie alles auf Richtigkeit, Sorgfalt und Funktion überprüfen. Ein guter Handwerker geht mit Ihnen Punkt für Punkt die Arbeiten durch, die er erledigt hat. Stellen Sie Mängel fest, sprechen Sie diese an und lassen diese umgehend von ihm beheben. Erst wenn auch wirklich alles passt, ist der Einsatz optimal abgeschlossen.

5. Handwerksarbeiten von der Steuer absetzen

Zuletzt noch ein Tipp zum Sparen: Als Privatkunde können Sie die Arbeitskosten für die meisten Renovierungsarbeiten in Wohnung, Haus und Garten von der Steuer absetzen. Seit 1. Januar 2009 sind das jährlich immerhin 1.200 Euro. Sie können zwar keine Materialkosten absetzen, aber alle Arbeitskosten. Achten Sie nur darauf, dass Sie die Rechnung nicht bar bezahlen, da Sie sie sonst nicht absetzen können. So sparen Sie am Ende nochmal. Behalten Sie das unbedingt im Blick, wenn Sie sich fragen, ob Sie einen Handwerker rufen oder nicht. Meistens lohnt es sich!

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