Der richtige Umgang mit Wespen und Tauben - Was ist erlaubt?

Wespen können nervige Plagegeister werden, gerade wenn sie ihr Nest in der Nähe Ihrer vier Wände haben und auf Futtersuche sind. Ähnlich unbeliebt – wenn auch aus anderen Gründen – sind Tauben, die sich im Gegensatz zu den Wespen dauerhaft und langfristig einnisten. Wie Sie reagieren können und sollten, erfahren Sie hier.

 

Am besten sollten Sie sich bei Wespen bereits vorab darum kümmern. Denn angebautes Gemüse mit starken Gerüchen, das Räuchern von Lavendel und Salbei sowie ätherische Öle vermeiden, dass Wespen in der Nähe überhaupt erst ein Nest bauen.

Falls das nichts nützt oder das Nest erst später entdeckt wurde: Werden Sie niemals selbst tätig! Wespen sind durch das  Bundesnaturschutzgesetz § 39  geschützt. Dort heißt es in Artikel 1: “Es ist verboten, wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten (…).” Bei Zuwiderhandlung drohen empfindliche Bußgelder. Je nach Wespenart und Bundesland könnte Sie das zwischen 5.000€ und 50.000€ kosten.

Deutlich günstiger ist es hingegen, das Nest durch einen Fachmann legal entfernen oder umsiedeln zu lassen. Üblich sind hierbei laut Verbraucherzentrale Preise zwischen 80€ und 150€ inklusive Anfahrt, sofern kein erhöhter Aufwand gegeben ist. Wenden Sie sich zur Beantragung der Umsiedlung dazu an die zuständige Behörde.  Je nach Gemeinde ist das die Stadtverwaltung, das Landratsamt oder die Naturschutzbehörde. Die örtlichen Kammerjäger oder Imkervereine können sich dann um Ihr Anliegen kümmern.

Generell kann eine Umsiedlung nur aus wichtigem Grund erfolgen. Zum Beispiel, wenn sich Allergiker oder Kinder im Haushalt befinden sowie bei erheblicher Beeinträchtigung des Alltags. Handelt es sich um eine Mietswohnung, ist es stets Aufgabe des Vermieters, sich um die Umsiedlung oder Beseitigung zu kümmern. Tut er dies nach Rücksprache nicht, dürfen Sie jemanden damit beauftragen, während der Vermieter die Kosten übernehmen muss.

 

Auch Tauben dürfen aufgrund der EU-Vogelschutzrichtlinie auf keinen Fall in ihrer Aufzucht gestört oder gehindert werden. Obwohl Sie grundsätzlich als Schädlinge angesehen werden und Ihr Kot zahlreiche Krankheitserreger und Parasiten mit sich bringt, sind bestimmte Regularien einzuhalten. Vergewissern Sie sich, bevor Sie handeln in jedem Fall genau, um welche Taubenart es sich handelt, da hier noch gesondert differenziert wird. Besprechen Sie das weitere Vorgehen mit den zuständigen Behörden. Wie bei den Wespen auch, kostet Sie eine unrechtmäßige Entfernung des Nestes bis zu 50.000€.

Dementsprechend sollte der Einnistung auch hier bereits vorab entgegengewirkt werden. Dies kann durch ausgehängte, sich im Wind drehende CDs erfolgen, sofern der Straßenverkehr oder die Nachbarn nicht dadurch gestört werden. Je nach Ort und Umgebung können auch Netze, Gitter, Nagelbretter, Kaninchendraht, Windräder, Mobiles oder der altbewährte Kunststoffrabe bei der Abwehr des Nestbaus hilfreich sein. Hilfsmittel finden Sie häufig in Ihrem örtlichen Baumarkt, oder online – hier können Sie mit einem OBI-Gutschein zusätzlich sparen.

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