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50.000 € für ein Hornissennest – Oder: Wie das Zusammenleben gelingt

Die Angst vor den gelb-schwarz gestreiften Tierchen ist eigentlich unbegründet. Dennoch breitet sich oftmals Panik aus, wenn man einen der Brummer im eigenen Garten sieht. Noch schlimmer wird die Panik, wenn man im eigenen Garten ein Hornissennest entdeckt. Das bräunlich-graue, papierähnliche Nest bauen Sie oft an bzw. in Rolllädenkästen, Bäumen, Scheunen, Dachböden oder sonstigen Hohlräumen. Doch da die Hornissen streng unter Naturschutz stehen, können Sie das Nest nicht einfach entfernen. Tun Sie es doch – und töten damit die Hornissen – droht Ihnen eine Strafe von bis zu 50.000 €. 

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Außerdem sind Hornissen für das Wohlergehen Ihres Gartens von großem Vorteil. Immerhin verspeist ein Volk pro Tag so viele Schädlinge wie fünf bis sechs Meisenfamilien. Auf Ihrer Terrasse werden Sie mit Hornissen im Garten keineswegs mehr Spinnen, Stechmücken oder sonstige nervige Viecher finden. Auch Ihre Pflanzen sind durch die Anwesenheit sicher. Noch besser ist nur, dass sich durch die Anwesenheit von Hornissen auch Wespen nicht mehr in die Nähe Ihres Grundstücks trauen. 

 

Doch wie lebt man mit Hornissen? 

  • Hornissennester sind nur ungefähr sechs Monate im Jahr bewohnt, bevor das Volk stirbt. Einzig die Jungköniginnen überleben und diese überwintern nicht im Nest. Demnach können Sie das verlassene Nest ab Anfang November entfernen – und an schulische Einrichtungen zu Vorzeigezwecken übergeben. 
  • Eine Umsiedlung ist zwar möglich, aber nicht unbedingt notwendig. Immerhin sind Hornissen friedfertig und greifen nur im äußersten Notfall und in unmittelbarer Nähe zu ihrem Nest an. 
  • Dennoch kann es sich lohnen, einen Fachmann zu beauftragen, der das Zusammenleben mit einfachen Tricks erleichtert. 
  • Eine dauerhafte Entfernung der Hornissen ist nur unter triftigen Gründen erlaubt und muss von der Naturschutzbehörde genehmigt und von Fachkräften durchgeführt werden. 
  • Halten Sie gebührenden Abstand zum Nest, beispielsweise wenn Sie den Rasen mähen oder sonstige Arbeiten im Garten oder in der Nähe durchführen. 
  • Fliegengitter schützen das Haus vor dem Eindringen der Hornissen, falls es sich in unmittelbarer Nähe zu den Fenstern findet. 
  • Schnelle Bewegungen oder Hektik sollten unbedingt vermieden werden. 
  • Barfuß laufen im Garten ist ebenfalls nicht ratsam, sollte sich zum Beispiel Fallobst (Nahrungsquelle der Hornissen) auf dem Boden befinden. 
  • Ärgern Sie die Hornissen in keinem Fall. Das heißt auch, nicht die Flugbahn zu verstellen oder das Nest irgendwie zu manipulieren, anzupusten oder sonst wie zu stören. 

 

Im Prinzip ist ein Zusammenleben mit Hornissen problemlos möglich, wenn Sie weder sich noch den Hornissen die Existenz unnötig schwermachen. 

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