Die Wohngebäudeversicherung - ein Muss für jeden Hausbesitzer

Zwar ist der Abschluss einer Wohngebäudeversicherung nicht gesetzlich vorgeschrieben und sogar die Feuerversicherung ist seit 1994 kein Muss mehr, dennoch sollten Sie als Hausbesitzer auf gar keinen Fall auf den Schutz Ihrer eigenen vier Wände verzichten. Im Regelfall ist der Kauf oder der Bau des eigenen Hauses die teuerste Unternehmung in Ihrem Leben. Allein das sollte Grund genug dafür sein, alle Gefahren, die damit verbunden sind, abzusichern. Doch wovor schützt die Wohngebäudeversicherung genau und was genau wird durch sie abgedeckt?

Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf das Gebäude an sich sowie alle fest damit verbundenen Teile, wie beispielsweise Türen und Fenster. Oder anders ausgedrückt: alles, was Sie bei Ihrem Umzug aus diesem Haus nicht mitnehmen können, unterliegt dem Schutz der Wohngebäudeversicherung. Hingegen gehört alles, was Sie bei Ihrem Umzug in das neue Haus mitnehmen können, zum Hausrat und wird somit durch die Hausratversicherung abgedeckt. Aber dazu später mehr in einem anderen Artikel.

Im Prinzip schützt Sie die Wohngebäudeversicherung vor dreierlei Gefahren: 

  1. Schäden durch Feuer
  2. Schäden durch Leitungswasser und
  3. Schäden durch Sturm inkl. Hagel

Hier ein paar Beispiele zur Verdeutlichung:

Zu 1)       Entsteht beispielsweise durch einen Kurzschluss ein Brand, so sind die betroffenen Gebäudeteile, die fest mit dem Gebäude verbunden sind, durch die Wohngebäudeversicherung abgedeckt. Nicht abgedeckt ist jedoch der Schaden an dem Gerät, das den Kurzschluss verursacht hat.

Zu 2)  Schäden durch Leitungswasser sind abgesichert, sofern es sich um einen nicht selbstverschuldeten Wasserrohrbruch handelt, also, wenn Leitungswasser austritt, wo es nicht austreten sollte. Wenn Sie also gerade dabei sind die Badewanne zu befüllen, Ihnen etwas dazwischen kommt, weswegen Sie vergessen, den Wasserhahn wieder zuzudrehen und dadurch ein Wasserschaden entsteht, so ist die Wohngebäudeversicherung dafür nicht zuständig. Auch Schäden durch Hochwasser, beispielsweise durch einen Sturm ausgelöst, wird von der normalen Wohngebäudeversicherung nicht mit abgedeckt, lässt sich aber bei den meisten Anbietern durch den Zusatz der Elementarschadenversicherung mitversichern.

Zu 3)  Gerade durch Stürme treten an Immobilien häufig große Schäden auf. So kann zum Beispiel ein Blitzeinschlag für Überspannungen sämtlicher im Haus vorhandenen Leitungen sorgen. Häufig werden Dächer durch die hohen Windgeschwindigkeiten abgedeckt oder schräg liegende Dachfenster durch Hagelschauer zerstört, was zu enormen Kosten führt, sofern Sie sich vorher gegen einen Versicherungsschutz entschieden haben.

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Fazit

Ja, eine Wohngebäudeversicherung kostet Geld: Sie sollten also – je nach Größe des Gebäudes und Versicherungsumfang – zwischen 150€ und 800€ jährlich dafür einplanen. Bedenkt man jedoch, welche Kosten für Sie entstehen können, wenn Sie auf diesen Versicherungsschutz verzichten, so stellt sich eigentlich nur die Frage, ob und welche Zusatzversicherungen Sie benötigen und welchen Anbieter Sie dafür auswählen.

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