Skandinavische Architektur – die Nachhaltigkeit des Nordens

Innovativ, budgetbewusst und umweltfreundlich – so kann man die Architektur der Skandinavier kurz beschreiben. Was die nordische Architektur so besonders macht und warum sie so wichtig ist, erfahren Sie im folgenden Text.

 Der nordische Charme ist unumstritten. Beim Anblick dänischer, finnischer, schwedischer, norwegischer, oder isländischer Häuser und anderer Bauten verspürt man einen unvergleichbaren Zauber. Aber nicht nur Ästhetik wissen die Skandinavier einzusetzen, sondern auch Nachhaltigkeit. Und dabei sind sie ganz vorne im Rennen.

Greta Thunberg ist ein Beispiel dafür, wie wichtig die Nähe zur Natur den Nordeuropäern ist. Das ist sehr gut nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass die Natur sowohl Grundlage der nordischen Industrie ist, als auch ihre Kultur über Jahrtausende geprägt hat. Heutzutage achten beeindruckend viele skandinavische Unternehmen darauf, dass Nachhaltigkeit im Vordergrund steht.

Nachhaltigkeit hat aber nicht nur für Unternehmen, sondern auch für den einfachen Menschen einen enormen Stellenwert. Was bei skandinavischer Architektur direkt auffällt, ist die Nutzung naturbelassener Materialien wie Stein oder Holz. Ebenso wird der Einfall des natürlichen Lichts bei der Planung berücksichtigt. Unsereins fühlt sich dabei wie in eine andere Welt versetzt. Räume sind in der Regel anpassbar und Häuser werden in dem Gedanken gebaut, dass sie keineswegs für die Ewigkeit bestimmt sind und dementsprechend problemlos rückbaubar sein sollen. Insgesamt sind Häuser von Vorbildern der Natur inspiriert, minimal gehalten und Nachhaltigkeit ist selbstverständlich.

Wer nach diesen Worten noch keine Lust auf einen Skandinavien-Urlaub bekommen hat, um sich die tollen Bauten mal live anzusehen, der sollte spätestens jetzt darüber nachdenken. Aber Achtung! Unterschätzen Sie keineswegs das Wetter. Um für alles gewappnet zu sein, schauen Sie am besten nach wind- und regenfester Kleidung von The North Face.

Im Folgenden finden Sie eine Vorstellung verschiedener Architektur-Projekte mit heilsamer Wirkung, mehr Sicherheit und weniger Verschwendung.

 Grönland

Im Klima Grönlands ein Bauprojekt zu starten, ist sicherlich keine leichte Aufgabe. Die Polarlandschaft zeigt die Hälfte des Jahres Durchschnittstemperaturen im Minusbereich, Dauerregen, Permafrostböden, heulenden Wind und endlose Nächte. Deshalb kommt nur der Sommer als Bausaison infrage und das gesamte Baumaterial muss per Schiff angeliefert werden.

Das schwedische Architekturbüro White Arkitekter war sich dieser Herausforderung bewusst. Dennoch stellten sie sich der Aufgabe, und das mit Erfolg. Im Rahmen eines Wettbewerbs sollten sie den Bau einer psychiatrischen Heilanstalt planen und gewannen diesen mit ihrem Entwurf.

Der Entwurf sah vor, die Patienten und das Personal näher an die Natur zu bringen. Natürliche Elemente in jedem Raum sollten einen beruhigenden und heilenden Effekt erzeugen. Die Arktis bietet eine einzigartige Schönheit, wie zum Beispiel die Landschaft um das Gebäude herum. Den Kontakt mit dieser Landschaft möchte man fördern und bewahren. Gleichzeitig muss das Gebäude aber auch so gebaut sein, dass es extreme Kälte, Dunkelheit und Regenfälle verträgt.

Insgesamt ist die Klinik ein Erfolg. Sie bietet ein offenes, heilendes und fürsorgliches Umfeld für Patienten und einen sicheren und attraktiven Arbeitsplatz für das Personal.

 Island

Etwas schwieriger wird es im zweiten Beispiel, denn hier handelt es sich um den Bau einer Justizvollzugsanstalt. Man muss also neben den ökologischen Aspekten auch an Versorgung und Komfort der Insassen und an unzählige rechtliche und behördliche Vorschriften denken. Jedes Bauteil muss bestimmte Anforderungen erfüllen, um die Sicherheit von Insassen und Personal zu gewährleisten. Zudem sitzen in dem Gefängnis drei unterschiedliche Arten von Straftätern ein, was heißt, dass das Gebäude auf drei unterschiedliche Haftbedingungen ausgelegt sein muss.

Das isländische Architektenbüro ARKÍS arkitektar widmete sich dieser Aufgabe und steht seitdem mit dem Bauprojekt im Fokus der Medien. Die isländische Regierung gab Nachhaltigkeitsziele vor, die die Architekten einhalten mussten. Diese betrafen die Kohlenstoffbilanz, Kosteneffizienz und soziale Nachhaltigkeit.

Wie bereits erwähnt, gibt es in der Haftanstalt drei Arten von Insassen. Dies sind Straftäter mit kurzen Haftstrafen, Untersuchungshäftlinge und Frauen. Diese Gruppen müssen streng voneinander getrennt unterkommen und es muss ein Gleichgewicht zwischen Freiheitsentzug, menschenwürdiger Behandlung und Wiedereingliederung in die Gesellschaft herrschen.

Die Vielfalt an Herausforderungen haben die Architekten gemeistert und das Projekt wird weiterhin mit großem Interesse von der Öffentlichkeit verfolgt.

 Schweden

Stahl-Hochhäuser waren gestern. Wie wäre es mal mit einem Wolkenkratzer aus Holz? Diese Idee wollte das dänische Architektenbüro Dorte Mandrup in Schweden verwirklichen. Das Gebäude steht heute als größter Holzbau Europas in Stockholm.

Das Erdgeschoss besteht zwar noch aus den Rudimenten des Vorgebäudes, für die anderen Etagen wurden aber einheimische Hölzer, Gräser und Sträucher verwendet, die sichtlich gedeihen.

Der Lebenszyklus von Gebäuden soll bei diesem Projekt im Vordergrund stehen. In der Regel werden Gebäude zu einem bestimmten Zweck errichtet und müssen dann Jahrzehnte später wieder abgerissen werden. Mit einem bestimmten Gitternetz aber wird dem Holzbau mehr Flexibilität verliehen und so bestehen bereits Evolutions-Pläne für die nächsten Dekaden.

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