Montag, 14. Oktober 2019
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Rechtsschutz bei Nachbarschaftsstreit

Auch wenn Sie nicht damit rechnen, kann es schnell mal dazu kommen, dass Sie sich mit Ihren Nachbarn uneinig sind. Viele dieser Uneinigkeiten enden mittlerweile in handfestem Streit. Egal, ob es dabei um einen bellenden Hund geht, schreiende Kinder oder die Höhe eines Zauns: Es gibt viele Gründe für Differenzen und im Ernstfall sind Sie froh, wenn Sie die Kosten nicht komplett allein tragen müssen. 

 

Das heißt übrigens nicht, dass ausgerechnet Sie den Streit anfangen – auch Ihr Nachbar kann unzufrieden sein und einen Grund sehen, sich bei der Polizei oder dem Rathaus zu beschweren. Viele solcher Beschwerden Enden zum Schluss vor Gericht, weil keine der Parteien Nachsicht üben möchte. Gerichtsprozesse sind jedoch teuer – angefangen bei den Kosten für den Anwalt bis hin zu den Prozesskosten. Damit Sie am Ende nicht allein auf diesem Betrag sitzen, empfiehlt sich eine Rechtsschutzversicherung, die auch das Nachbarschaftsrecht abdeckt. Egal ob Sie dabei Mieter, Vermieter oder Grundstückseigentümer sind, Sie sollten sich bereits vor einem akuten Fall darüber Gedanken machen, eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen. 

 

Rechtsschutzversicherungen decken im Normalfall verschiedene Bereiche ab. Diese sind von Versicherung zu Versicherung anders und müssen von Ihnen im Vorfeld in Erfahrung gebracht werden. Wählen Sie also am besten ein Angebot aus, dass in allen Bereichen zu Ihnen passt und Ihnen ein sicheres Gefühl gibt. Für den Fall eines Streits mit den Nachbarn ist ein Baustein zum Nachbarschaftsrecht notwendig.  

  

Und was passiert, wenn der Ernstfall eintritt? 

Angenommen, Ihr Nachbar streitet sich mit Ihnen darüber, dass Sie mit Ihrem Zaun zu nahe an seinem Grundstück gebaut haben. Zunächst einmal wenden Sie sich an die Rechtsberatung und anschließend müssen Sie einen Anwalt hinzuziehen, der Ihnen zur Seite steht und Ihre Rechte und Pflichten in Erfahrung bringt, sollte eine normale Einigung nicht möglich sein. Im Ernstfall vertritt dieser Sie auch vor Gericht – oder weist Sie daraufhin, dass in Ihrem Bundesland zunächst eine außergerichtliche Streitbeilegung stattfinden muss. Das ist zum Beispiel in Bayern, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein der Fall, aber auch in einigen anderen Bundesländern. 

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Die Mediation mit einem unbeteiligten Außenstehenden soll dazu führen, dass eine Einigung außerhalb des Gerichts stattfindet. Denn wie bereits erwähnt sind die Kosten für eine Gerichtsverhandlung hoch. Nichtsdestotrotz wird auch die Mediation im Idealfall von Ihrer Rechtsschutzversicherung übernommen, insofern Sie darauf geachtet haben, dass der entsprechende Teil abgedeckt ist. 

 

Im besten Fall kommt es jedoch gar nicht erst dazu: Suchen Sie klärende Gespräche mit den Nachbarn. So vermeiden beide Seiten hohe Kosten und außerdem ersparen Sie sich Ärger und eine ganze Menge Zeit, die ansonsten für den Rechtsstreit draufgehen würde. 

 

Und falls Sie dann doch mal einen Tapetenwechsel brauchen, um den Nachbarn zu entkommen: fewo-direkt Gutschein nutzen und schnell in Urlaub gehen 

 


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