Sonntag, 15. September 2019
Ratgeberinhalt des F.A.Z.-Immobilienmarkts

Welche Smart Home Systeme sind sinnvoll? Nutzen und Technik erklärt

Seit etlichen Jahren hört man immer wieder, dass die Smart Home-Systeme auch in Deutschland auf dem Vormarsch seien und dass auch Sie sich bald damit beschäftigen sollten. Aber werfen wir zunächst einen Blick auf die harten Fakten. Laut der Prognose von statista.de soll es bis 2018 in Deutschland nach konservativer Schätzung rund 720.000 Haushalte geben, die Smart Home-Technologie nutzen. Dem gegenüber stehen insgesamt 40,96 Millionen Haushalte (Stand 2016).

Wie wichtig ist ein Smart Home also wirklich? Und noch viel wichtiger: Benötigen ausgerechnet Sie eines?

Infografik Smart Home.jpg

Definition Smart Home

Als Smart Home bezeichnet man eine Wohnung, ein Haus, ein Gebäude oder einen ganzen Gebäudekomplex, dessen (gesamte) Hauselektronik zentral gesteuert werden kann.

Meist liegt der Entscheidung, auf ein Smart Home umzurüsten, einer von drei Gründen zugrunde: Sie sind technikaffin und mögen die neuesten Spielereien, sie wollen ein effizientes Zuhause oder Sie denken, dass das jetzt auch alle anderen haben und Sie im Zugzwang sind. Letzteres ist definitiv der falsche Grund und nachfolgend erfahren Sie, warum.

Nutzen, Sinn, Technik

Morgens um Punkt 6:00 Uhr fahren die Jalousien automatisch nach oben und wecken Sie so sanft auf. In der Küche läuft bereits der Kaffee durch, die Räume sind angenehm temperiert. Die Waschmaschine hat sich eingeschaltet und
übernimmt die ersten Haushaltsaufgaben. Sobald Sie das Schlafzimmer verlassen, lüftet ihr Smart Home-System durch. Ein Blick auf den Bericht der Alarmanlage sagt Ihnen, dass sie heute Nacht zum Glück nur Besuch von zwei Katzen
hatten, nicht von Einbrechern. Wenn sie dann anschließend das Haus verlassen, reguliert sich die Temperatur nach unten, ihre Steckdosen werden abgeschaltet und alles ist darauf ausgelegt, dass sie Energie sparen.
Soweit klingt das alles zunächst nach wahnsinnig viel Komfort und einer Entlastung Ihres Tages – und das kann es sein.

Dazu müssen Sie sich allerdings vorab Gedanken machen, was genau Sie brauchen und welche Funktionen getrost fehlen dürfen. Denn so toll ein Smart Home auch klingt, im Endeffekt kann es ebenso ein großes Sicherheitsrisiko sein, wenn es nicht professionell eingestellt wurde. Sollten Sie sich also nicht mit Technik auskennen – lieber einen Profi
beauftragen.

Doch zurück zu den Funktionen. Wie bereits erwähnt, ist das Ziel eines Smart Homes, dass Sie ihre Haushalts- und Multimediageräte mittels einer Fernbedienung steuern können. Diese Fernbedienung kann dabei ein Smartphone, ein Tablet oder der PC sein. Was sie damit steuern können unterliegt keinen Grenzen. Vom TV über die Poolbeleuchtung bis hin zu Heizungs- und Lüftungssystemen ist mit ausreichend Wissen und vor allem Geld alles möglich.

Am besten ist es, wenn Sie sich die Zeit nehmen und überlegen, was genau Sie überhaupt wollen. Sollen sich Ihre Waschmaschine und Kaffeemaschine wirklich selbstständig machen oder reicht es aus, wenn Sie ihre Heizung, Fenster und Stromverbrauch von unterwegs kontrollieren können? Wollen sie eine Alarmanlage integrieren oder nur ihre Lichter auf Sprachbefehl dimmen können?

Machen Sie sich vorab über essentielle Fragen Gedanken, bevor Sie sich blind in eine Investition stürzen, die Sie am Ende nicht glücklich macht.

smart home.jpeg

Intelligenter Alltag – Mit diesen Systemen lebt es sich komfortabler

Sobald Sie sich ausreichend mit dem Thema beschäftigt haben, müssen Sie sich über die verschiedenen Systeme
informieren und herausfinden, welches System die von Ihnen gewünschten Funktionen anbietet und in welchem Umfang. Hierbei gilt es nicht nur, das Preis-Leistungs-Verhältnis im Auge zu behalten, sondern außerdem auf die Kompatibilität zu achten. Was nutzt es Ihnen, wenn der Hersteller in zwei Jahren vom Markt verschwindet und Sie dann ein System haben, das mit keinem anderen funktional ist?

Zudem ist es relevant, ob sie gerade neu bauen, in einer Altbauwohnung leben oder vielleicht Mieter sind. Bei einem Neubau lässt sich das Smart Home-System KNX ganz einfach noch integrieren. Kompetente Hilfe erhalten Sie hierbei von Architekten und einem Spezialisten, der sich auf dieses Themenfeld spezialisiert hat. Im Altbau ist es sinnvoll, auf ein kabelloses System zurückzugreifen. Diese lassen sich meist innerhalb weniger Minuten installieren und können erstmal mit kleinen Basissets getestet werden. Als Mieter gilt es vor allem eines zu beachten: Fragen Sie vor der
Anschaffung des Systems zunächst bei Ihrem Vermieter nach, inwiefern er sich daran beteiligen würde.
Mittlerweile gibt es viele Vermieter, die dem aufgeschlossen gegenüberstehen. Allerdings können Sie das System bei einem
eventuellen Auszug dann nicht mit in die nächste Wohnung nehmen.

Als erstes sollten Sie sich über Systeme wie KNX und Digitalstrom erkundigen, aber auch Enocean, Homee und Z-Wave bieten zahlreiche Funktionen. Und letztendlich sollten Sie eine Entscheidung unter diesen Gesichtspunkten treffen: Funktionen, Kompatibilität und Kosten. Alles andere führt am Ende nur dazu, dass Sie vielleicht enttäuscht sind oder
eine Fehlinvestition tätigen.

Smart Home – Ihre Entscheidung

Ob und inwiefern Sie ihre Wohnung umrüsten möchten, bleibt ganz Ihnen überlassen. In manchen Bereichen kann es durchaus sinnvoll sein, in anderen gleicht es purer Luxusspielerei, die zwar nett ist, dafür aber völlig nutzlos sein kann. Was auch immer Sie tun, gehen Sie in jedem Fall mit Bedacht vor und informieren Sie sich vorab über die Kosten, die Funktionen und die Systeme an sich. Dann steht Ihrem vorhaben, bald in einem Haus zu wohnen, das mitdenkt, nichts mehr im Wege!

Artikel für Ihr Smart Home finden Sie bei SATURN. Mit unseren SATURN Gutscheincodes sparen Sie bei Ihrem Einkauf.


Ratgeberinhalt des F.A.Z.-Immobilienmarkts